MALVA ist ein 2026 gegründetes interdisziplinäres Forschungszentrum mit Sitz auf dem Campus Germersheim der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Das Zentrum entstand aus der engen Zusammenarbeit zwischen Mischa Gabowitsch und Mykola Homanyuk. Mischa Gabowitsch ist Professor für Mehrsprachigkeit und transnationale Studien und Leiter des Arbeitsbereichs Russisch am Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft der JGU Mainz in Germersheim, Mykola Homanyuk ist Dozent am Institut für Geographie und Ökologie der Staatlichen Universität Cherson in der Ukraine.
MALVAs internationales und interdisziplinäres Team von PostdoktorandInnen und DoktorandInnen forscht zu verschiedenen miteinander verflochtenen Themen an der Schnittstelle von Krieg, Sprache und Gedächtnis. Geografisch spezialisiert sich MALVA auf die Erforschung des Russischen Reiches, der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Ukraine und der Förderung der Ukraine-Studien in Deutschland. MALVA ist jedoch kein reines Zentrum für Ukraine-Forschung. Wir sind daran interessiert, gemeinsame Forschungsansätze zu entwickeln, die ukrainische, deutsche und andere Perspektiven zusammenbringen und verschiedene wissenschaftliche Disziplinen miteinander verbinden, anstatt die Ukraine bloß als Quelle empirischer Daten für westliche Theorien zu behandeln.
MALVA organisiert zahlreiche Offline- und Online-Veranstaltungen in verschiedenen Sprachen. Das MALVA-Team ist auch eng in die Lehre in Germersheim eingebunden. Unsere Mitarbeitenden tragen dazu bei, den Fokus des Arbeitsbereichs Russisch über Russland hinaus auf andere Teile der ehemaligen Sowjetunion auszuweiten und bringen aktuelle Forschungsergebnisse in die Bachelor- und Masterstudiengänge in Germersheim ein.